Ein Hotel, 28 ikonische Brückenwärterhäuschen – einzigartige Übernachtungsmöglichkeit inmitten von Amsterdam

14.08.2020 Project Information

  • Entlang der Wasserstraßen von Amsterdam bieten 28 frühere Brückenwärterhäuschen neue Perspektiven im urbanen Raum
  • Hohe Ingenieursbaukunst trifft auf ungewöhnliche Raumformen: Space&Matter Architekten verwandeln den bestehenden Bestand in charmante Unterkünfte auf dem Wasser
  • Kleiner Raum, großer Komfort: Vollausgestattete Bäder mit GROHE Thermostat und Handbrause lassen nichts vermissen

Düsseldorf, 17. August 2020. Als die Stadt Amsterdam im Zuge der Digitalisierung ihrer Brückentechnologie auf der Suche nach einer Nachnutzung der Brückenhäuschen war, ergab sich für das Architekturbüro Space&Matter die Gelegenheit, die lang gehegte Idee eines dezentralisierten Hotels umzusetzen. Inmitten der pulsierenden Metropole bot sich so die einmalige Chance, bestehenden urbanen Raum neu zu interpretieren und die geschichtsträchtigen Bauten in charmante Unterkünfte auf und am Wasser zu verwandeln. Der Vorschlag stieß auf Zustimmung: Nach viel Recherche und dank der engen Zusammenarbeit mit der Betreiberfirma Lloyd Hotel sowie dem Projektentwickler Grayfield bieten heute 21 ehemalige Brückenhäuschen einen ganz besonderen Rückzugsort – einige ruhig am See gelegen, andere an lebendigen Kanalkreuzungen. Sieben weitere sollen 2021 folgen.

Flach, hoch, breit, eng: Brückenwärterhäuschen als kondensierte Idealbilder der Architektur ihrer Zeit
So spannend das Projekt, so herausfordernd gestaltet sich der Umbau. Die an Klapp-, Hebe- und Zugbrücken sowie Schleusen über die ganze Stadt verteilten Brückenhäuschen verfügen über ungewöhnliche Raumformen – von rund über oktogonal und rechteckig bis hin zu trapezförmig. Ab dem 16. Jahrhundert meist in Holzbauweise errichtet, setzte man im 19. Jahrhundert vermehrt auf gemauerte, betonierte oder metallene Gebäude. Sie alle eint die für Holland so typische Einsichtigkeit. Großzügige Fensterfronten kreieren auch auf kleinem Raum ein offenes Ambiente und sorgen für einen hohen Lichteinfall. Trotzdem bieten die ungewöhnlichen Unterkünfte ausreichend Privatsphäre, denn so viel Aussicht die Häuschen erlauben, so wenig wird von Passanten wahrgenommen, was in ihnen vor sich geht. Zum Schutz vor fremden Blicken wurden zudem Jalousien und Vorhänge in die Raumentwürfe integriert, die besonders in der Nacht eine intime Atmosphäre garantieren.

Charmante Unterkunft mit Geschichte
Eine weitere Besonderheit dieser außergewöhnlichen Unterkunft: Jedes Brückenhäuschen erzählt seine eigene Geschichte, die individuell an Ort und Charakter des Bestands geknüpft ist. Sie alle eint ein einzigartiger Charme und eine designstarke Einrichtung, die im Zuge sogenannter „DesignPicknicks“ in mühevoller Kleinarbeit individuell für jedes Objekt entwickelt wurde. Gut erhaltene Einbauteile und Materialien wurden von den Architekten gekonnt in die jeweiligen Designkonzepte integriert. Terrazzo, poliertes Aluminium sowie gestrichenes Holz zeugen vom hohen Qualitätsanspruch der Architekten und ergeben in Verbindung mit den historischen Elementen ein stimmiges Gesamtbild. Die Relikte der Brückenwärter unterscheiden sich von Unterkunft zu Unterkunft. Hinzugekommen ist jeweils eine neue digitale Bedieneinheit, die Hotelinformation, Schlüsselkarte und Stadtführer in sich vereint. Das Check-in funktioniert über das Smartphone, ein Tablet verrät die Do’s and Dont’s für Haus und Nachbarschaft.

Alle SWEETS Häuschen sind mit Doppelbett, Kaffeeutensilien und Badezimmerbeigaben ausgestattet. Bei den Duschen fiel die Wahl auf Grohtherm 1000 Cosmopolitan mit Euphoria Handbrause von GROHE. Die hochwertige Handbrause sorgt in Kombination mit dem Thermostat für puren Duschgenuss und hohe Sicherheit. Die modernen Systeme wurden alle neu eingebaut – im Arbeitsalltag eines Brückenwärters waren sie früher nicht notwendig. Die Armaturen sind individuell auf die jeweilige Unterkunft abgestimmt und passen sich harmonisch den unterschiedlichen Raumkonzepten an. Auch wenn die soziale Komponente innerhalb dieses außergewöhnlichen Hotels entfällt, so bieten die Brückenhäuschen doch optimale Bedingungen für eine Interaktion mit der Nachbarschaft. Das Prinzip der Unterkunft gleicht dem Grundgedanken von Airbnb: Man teilt den knapper werdenden Raum im urbanen Umfeld und profitiert damit von einer exklusiven Erfahrung, denn Ausblicke und Bezug zur Stadt suchen ihresgleichen.

Zur Historie
Geschichtlich betrachtet war der Brückenwärter ein angesehener Mann – ihm oblag die Entscheidung, in welcher Richtung der Verkehr läuft, ob zu Wasser oder zu Lande. Doch Digitalisierung und Rationalisierung des neuen Jahrtausends führten zu einer Zentralisierung des Systems. Brückenwärteraufgaben wurden fortan gebündelt, nicht mehr jede Brücke vor Ort bedient. Nichtsdestotrotz liegt der letzte Neubau nicht lange zurück. So entstand noch 2013 ein Brückenhäuschen weit außerhalb der Stadt im Osten des Stadtentwicklungsgebiets IJburg.

Weitere Informationen unter www.grohe-objekt.de

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