NACHHALTIGKEIT GEHT FÜR GROHE ÜBER DAS SCHONEN WERTVOLLER RESSOURCEN HINAUS. GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG IST EIN INTEGRALER BESTANDTEIL DER GROHE NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE

Pacific Garbage Screening Project

Marcella Hansch hat gleich drei Visionen: Sie will unsere Ozeane von Müll befreien, diesen Müll wiederverwerten und ein öffentliches Bewusstsein für Nachhaltigkeit fördern. GROHE unterstützt ihr Projekt Pacific Garbage Screening (PGS), mit dem sie gleich alle drei Herausforderungen angeht. Zusammen mit einem interdisziplinären Team von Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Meeresbiologen arbeitet die studierte Architektin an der Entwicklung einer Wasserplattform, die Plastikmüll einsammeln soll, ehe er die maritimen Ökosysteme schädigt. Anschließend soll das Plastik mithilfe neuester Technologien so nachhaltig wie möglich weiterverarbeitet werden. Doch zurzeit ist das Projekt noch in der Entwicklungsphase und Hansch ist vor allem damit beschäftigt, ihre Vision auszuformulieren, sie zu verbreiten und die Öffentlichkeit darüber zu informieren, wie wir der Erde und ihren Ozeanen helfen können.

Interview mit Marcella Hansch

Worum geht es bei Ihrem Projekt Pacific Garbage Screening?
Das Projekt hat zwei Schwerpunkte: Erstens, eine Technologie zu entwickeln, die unsere Ozeane und Flüsse von Plastikmüll befreit und eine nachhaltige Wiederverwertung ermöglicht. Zweitens, durch PR-Arbeit ein öffentliches Bewusstsein für das Plastikproblem zu schaffen, damit die Menschen ihr Verhalten ändern.

Wie sind Sie überhaupt auf diese Ideen gekommen?
Das war vor sechs Jahren: Ich war tauchen, als plötzlich etwas meine Füße berührte. Ich bekam einen Schreck, weil ich dachte, es sei ein großer Fisch. Doch es war eine Plastikflasche. Da sah ich, dass mich viel mehr Plastik umgab als Fische. Seither sehe ich überall Plastik: am Strand, auf der Straße, im Supermarkt, zu Hause.

Wie hat sich Ihre Mission seither entwickelt?
Am Anfang stand die Vision einer gewaltigen technischen Lösung für die Ozeane. In vielen Expertengesprächen, vor allem mit Meeresbiologen, stellten wir dann fest, dass die Ozeane vielleicht gar nicht der beste Ausgangspunkt sind, da das Plastik erst am Ende seiner Reise dort ankommt. Dann sinkt es immer tiefer und richtet dort seinen Schaden an, bevor es überhaupt in den großen Müllstrudeln landet, wo wir es zunächst einsammeln wollten. Sie müssen wissen, dass das gesamte herumschwimmende Plastik bereits mit Mikroben und anderen Organismen überzogen ist. Eigentlich ist es bereits ein eigenes, neues Ökosystem. Unser neuer Ansatz ist nun, besagte Plattformen in Flüsse und Mündungsgebiete zu setzen, denn 80 Prozent des Plastiks, das in den Ozean gelangt, stammt aus Flüssen. Genau da wollen wir es stoppen, ehe es die Ozeane erreicht. Natürlich stellt sich immer noch die Frage, wer das alles bezahlen soll.

Was sind die unmittelbaren und langfristigen Ziele des Projekts PGS?
Das kurzfristige Ziel ist, innerhalb von zwei Jahren einen Prototyp für den Einsatz in Flüssen zu entwickeln. Langfristig geht es darum, ihn nicht nur in deutsche und europäische, sondern auch in asiatische und afrikanische Flüsse zu setzen, von wo aus das meiste Plastik in die Ozeane gelangt. Außerdem suchen wir nach einer Möglichkeit, das Plastik nachhaltig zu recyceln. Und natürlich wollen wir ein weltweites Bildungsprogramm einrichten, um die Menschen zu einer Verhaltensänderung zu bewegen.

Welche Technologien könnten bei der Verarbeitung des Plastiks helfen, um PGS so nachhaltig wie möglich zu gestalten?
Wiederverwertung ist nicht unbedingt immer die beste Option im Umgang mit zerfallenem, aus der Umwelt eingesammeltem Plastik. Wir sehen uns daher mit einigen Partnern mögliche Alternativen an. Eine wäre, das Plastik zu Öl zu verarbeiten. Meines Erachtens ist das allerdings nicht die optimale Lösung, denn am Ende würde man es wieder verbrennen. Das wäre also nur der erste Schritt. Eine andere Möglichkeit ist, es in Gas umzuwandeln, um Wasserstoff zu gewinnen, der dann als nachhaltiger Energieträger dienen kann. Wir könnten aber auch Mikroben nutzen, die in der Lage sind, die molekulare Struktur des Plastiks und der Verbundkunststoffe aufzubrechen – das würde die Bestandteile des Mülls aufwerten und eine Weiterverarbeitung zu hochwertigeren neuen Produkten erlauben.

In der Vergangenheit hatten ähnliche Projekte unüberwindbare logistische und technische Schwierigkeiten. Was kann PGS besser machen?
Der Unterschied ist, dass wir uns nicht nur auf das Plastik an der Oberfläche konzentrieren, sondern auch auf die kleineren Partikel darunter. Außerdem können wir eine größere Wirkung erzielen, weil wir unsere Lösung für Flüsse und Mündungsgebiete angepasst haben. Zudem konzentrieren sich andere Projekte oft nur auf die technischen Lösungen, doch es wird nicht an die Bildungsproblematik gedacht. Wir dagegen zeigen den Menschen auch, dass jeder eine Veränderung bewirken kann und dass ein öffentliches Bewusstsein der erste Schritt ist, um das Plastikproblem dort zu lösen, w o es entsteht..

Wie können die Verbraucher Sie unterstützen?
Natürlich freuen wir uns immer über Spenden für unser Projekt. Für nur zwölf Euro im Jahr kann jeder Mitglied werden. Das ist nicht viel Geld für den Einzelnen, aber es hilft uns, unsere Arbeit fortzusetzen. Außerdem kann jeder im Alltag etwas für mehr Nachhaltigkeit tun – auch die kleinste Veränderung zählt.

Im Zentrum der Nachhaltigkeit steht ein starkes Gefühl von Verantwortung – eine Verantwortung, die sich ganz natürlich von der Umwelt und den Menschen bis hin zur Gesellschaft als Ganzes erstreckt. Und insbesondere zu benachteiligten Gesellschaften. Deshalb unterstützt GROHE gemeinsam mit den Mitarbeitern aktiv Projekte zur Verbesserung von gesellschaftlichen Verhältnissen rund um den Globus.

GROHE Dual Tech Program

Seit 2009 bietet das GROHE Dual Tech Programm in Zusammenarbeit mit Don Bosco Mondo e.V. jungen Menschen in Entwicklungsländern die Möglichkeit, den Beruf des Installateurs zu erlernen. Das Projekt wurde mit dem ersten Preis des „Innovationswettbewerb für Vorhaben der beruflichen Bildung in Entwicklungsländern“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ausgezeichnet.

Turn Water Into Food Project

In Saudi-Arabien, der Türkei, Ägypten und Jordanien hat GROHE das Projekt „Turn Water Into Food“ gestartet. Diese Initiative verteilt in Zusammenarbeit mit Stiftungen von Moscheen Essen an benachteiligte Menschen. Die Idee: Moscheen werden mit selbstschließenden Armaturen ausgestattet, und das dadurch gesparte Wasser „verwandelt“ sich in Essen. Bislang unterstützte das Projekt mehr als 2.360 Familien mit einer Mahlzeit.

Entdecken Sie mehr

LIXIL Community Day

Im Jahr 2017 wurde der LIXIL Community Day ins Leben gerufen, bei dem Führungskräfte und Mitarbeiter weltweit an sozialen Aktivitäten teilnehmen, die auf den drei Schwerpunkten der Corporate Responsibility-Strategie von LIXIL basieren.

Im ersten Jahr nahmen ca. 3.500 Mitarbeiter aus 15 Ländern an 70 verschiedenen Projekten teil. Insgesamt wurden 8.625 Stunden investiert u.a. für die Installation von hygienischen Toilettenanlagen in Schulen und Obdachlosenheimen, die Erneuerung von barrierefreien Straßenkarten und das Angebot von Installateursschulungen zur Erhaltung der lokalen Wasserressourcen. Die Projekte erreichen über 16.000 Menschen.

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Online-Erlebnis beim Besuch unserer Webseiten zu bieten. Mit der Benutzung unserer Webseiten erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung